< Eugen-Bolz-Realschule wird Fairtrade-Schule
22.02.2019 08:00 Alter: 94 days
Kategorie: Preise / Auszeichnungen
Von: Achim Klemm

Schüler lernen, was Fairtrade heißt

Die Eugen-Bolz-Realschule erhält vom gemeinnützigen Verein „Transfair“ die Auszeichnung als „Fairtrade-School“.


Im EBR-Schülertreff „Sitzsack“ werden Produkte aus fairem Handel, wie Schokolade, Fruchtgummis oder kleines Gebäck und Bananenchips angeboten. Die SMV ist eingebunden: (v.l.) Die Schüler Leonora Kosel, Misbah Mohammad, Thomas Walter, Schulsozialarbeiterin Nadine Haag und Schulleiter Martin Burr. Foto: AK

Ellwangen. Die Eugen-Bolz-Realschule (EBR) ist die erste Schule in Ellwangen, die sich Fairtrade-Schule nennen darf. Damit setzt sich die Schule nachhaltig dafür ein, dass der faire Handel gefördert wird.

Die Realschule hat sich an der Kampagne „Fairtrade-Schools“ des gemeinnützigen Vereins „TransFair“ beteiligt. „Mit der Auszeichnung zur ‘Fairtrade-School’ unterstreichen wir unser Engagement für den fairen Handel und leisten so einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von benachteiligten Bauern- und Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika“, beschreibt Schulleiter Martin Burr die von Erfolg gekrönten Bemühungen im Pressegespräch.

Die Schulsozialarbeiterin Nadine Haag leitet das Projekt. Die Bewerbung für die Ernennung und Auszeichnung zur „Fairtrade-School“ dauerte ein gutes Jahr. „Wir haben vor zwei Jahren mit einem mobilen Verkaufswagen in der großen Pause begonnen, Waren aus fairem Handel den Schülern anzubieten. Wegen der großen Nachfrage haben wir uns dazu entschieden, bei der Kampagne ‘Fairtrade-School’ mitzumachen“, blickt die Schulsozialarbeiterin zurück.

Um die Auszeichnung „Fairtrade-School“ zu erlangen, mussten mehrere Kriterien erfüllt werden. Ein Fairtrade-Schulteam wurde zur Ideensammlung ins Leben gerufen. Anschließend wurde ein „Fairtrade-Kompass“ erstellt, an dem sich die EBR auf dem Weg zur „Fairtrade-School“ orientieren sollte. Dann startete der Verkauf fair gehandelter Produkte an der Schule.

"Die Schüler kommen jetzt fortlaufend mit dem Thema fairer Handel in Berührung."

<footer class="article-ns-zitat-quelle"> Martin Burr Rektor</footer>

Auch die Schülermitverwaltung (SMV) wurde mit ins Boot geholt. „Bei der Nikolaus-Aktion haben wir zum Beispiel den Verkauf auf Nikoläuse umgestellt, die aus Fairtrade-Schokolade produziert worden sind. Bei der Bewirtung des Elternsprechtages wurde Kaffee und Zucker aus fairem Handel angeboten“, nennt Nadine Haag ein paar gelungene Aktionen an der EBR.

Natürlich fand das Thema „Fairtrade“ auch im Unterricht seinen Niederschlag. Es wurden Umfragen gestartet und dabei die Herstellungswege von Produkten aufgezeigt. Eine Dokumentation hielt schließlich die Vorgehensweise und umgesetzte Projekte in den einzelnen Klassen fest.

„An der Eugen-Bolz-Schule sollen unsere Schüler jetzt fortlaufend mit dem Thema fairer Handel in Berührung kommen. Unser Ziel ist es, die Schüler zu sensibilisieren und ein größeres soziales Bewusstsein zu schaffen“, macht Schulleiter Burr anschaulich. Der faire Handel soll jetzt beispielsweise in den Fächern Pädagogische Schwerpunkte, Bildende Kunst, Deutsch, Religion und Ethik auf ganz unterschiedliche Weise thematisiert und verankert werden.

Auch beim Schul- und Sportfest wird „Fairtrade“ in den Vordergrund gerückt. Zur Verpflegung werden Produkte aus fairem Handel verwendet. In den Sommerferien soll ein Kochkurs mit Fairtradeprodukten für Kinder stattfinden.

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© Schwäbische Post 21.02.2019 16:24

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