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08.03.2018 15:00 Alter: 107 days
Kategorie: Projekte
Von: Emma Thorwart

Eigene Träume als Kreidezeichnung

Internationaler Frauentag: Ellwanger Mädchen setzen ihre Träume in Kunst um und planen eine Ausstellung unter dem Motto „Willkommen in meiner Zukunftswelt“.


Träume und Hoffnungen von Schülerinnen der Eugen-Bolz-Realschule, in Kreide gemalt und dann als Foto inszeniert, sind noch bis Ende März in den Schaufenstern der Innenstadt zu sehen. Foto: privat

Immer wieder begegnet man in Werbung und Medien einem bestimmten Frauenbild, eingefahrenen Vorstellungen und alten Denkmustern in Hinblick auf die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, sei es in Beruf, Familie oder Gesellschaft. Neun Mädchen zwischen zwölf und 15 Jahren wollen dagegen ankämpfen.

In der Eugen-Bolz-Realschule, wo überwiegend Jungen zur Schule gehen, müssen sich die jungen Frauen oftmals durchsetzen können, genau deshalb ist ihnen Gleichberechtigung so wichtig. Seit Jahren gibt es in der EBR eine Mädchengruppe, in der sich die Schülerinnen regelmäßig treffen. Klischees würden sie immer wieder erfahren, aber „man muss die Jungs auch mal vom Gegenteil überzeugen“.

Mit der Schulsozialarbeiterin Nadine Haag gingen sie jetzt auf eine Fantasiereise und stellten sich selbst Fragen: Wo wollen wir in zehn Jahren sein? Welche Träume, Erwartungen und Wünsche haben wir an die Zukunft? Wie soll die Lebenswelt von Frauen und Mädchen aussehen?

Die Schülerinnen der EBR haben ganz unterschiedliche Antworten darauf gefunden und waren sich trotzdem in einem Punkt einig: Schubladendenken und eine Benachteiligung der Frauen haben in ihrer Zukunft keinen Platz. Als Feministinnen bezeichnen sie sich jedoch nicht, denn der Begriff würde ihrer Meinung nach häufig missbraucht und „mit Männerhass in Verbindung gebracht“ werden.

 

"Man muss die Jungs auch mal vom Gegenteil überzeugen."

Elena Schlosser Schülerin der EBR

Ihre Zukunftsträume haben die Mädchen in Kreide-Zeichnungen künstlerisch umgesetzt. Platz dazu hatten sie in einer der Gerätehallen auf dem Gelände der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge (LEA). Gemeinsam mit Nadine Haag und der Frauenbeauftragten der Stadt Ellwangen, Nicole Bühler, gestalteten sie ein Foto-Shooting. In Zeichnungen aus Kreide auf dem Hallenboden inszenierten sich die Mädchen selbst und ließen sich dann von Marianne Borst und Matthias Kucharz (Photo-Positiv) fotografieren.

Elena Schlosser zum Beispiel setzt sich mit ihrem Wunsch auseinander, eine Spanienreise zu machen. Louisa Rettenmaier greift in ihrem Bild dagegen „nach den Sternen“. Entstanden sind so neun Kunstwerke, die in den Schaufenstern der Geschäfte in der Innenstadt noch den ganzen März über zu sehen sind.

Stadtrundgang zum Thema

Ellwangen. In einem Stadtrundgang unter dem Thema „Frauen in Ellwangen – Die Rolle der Frauen in unserer Stadt“ am Freitag, 9. März, wird unter anderem die Arbeit der Schülerinnen vorgestellt. Beginn ist um 18.30 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses, wo Bürgermeister Grab gemeinsam mit der Gruppe „Krawallschachteln“ die Veranstaltung eröffnet. Im Anschluss wird es bei der Stadtführung Wissenswertes über die Geschichte der Frauen in Ellwangen und ihre heutigen Aufgaben in der Stadt zu erfahren geben.

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© Schwäbische Post 05.03.2018 11:26

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