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11.07.2017 13:00 Alter: 4 yrs
Kategorie: Projekte
Von: Barbara Drasch

Soziales Projekt der Schülermitverantwortung

Gemeinsames Malen und Gestalten verbindet und senkt Berührungsängste


Zum dritten Mal führte die SMV der Eugen-Bolz-Realschule gemeinsam mit den Verbindungslehrern Julia Trinkle, Sebastian Adam und der Schulsozialarbeiterin Nadine Graule ein soziales Projekt mit dem Haus Lindenhof durch. Ziel des gemeinsamen Projektes war,  Berührungsängste abzubauen und so den Alltag anderer Menschen kennen zu lernen und einen geschärften Blick für sein Umfeld und sein eigenes Leben zu bekommen.

 In der ersten Phase des Projektes besuchten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Einrichtung „Haus Lindenhof“, welche nur ein paar Gehminuten von der Schule entfernt ist.

Bei diesem ersten Treffen lernten sich die Projektteilnehmer schon einmal kennen. Gut sichtbar  hängen dort die Resultate der vorangegangenen Projekte im Aufenthaltsraum, denn auch für die Bewohner ist das Projekt ein Highlight und eine schöne Abwechslung. Einige Bewohner und Bewohnerinnen, die bereits im letzten Jahr dabei waren, freuten sich schon sehr auf diese Aktion. Die Schüler durften eine Wohngruppe besichtigen und somit einen Einblick in das Leben der Leute bekommen. „Es war spannend, beim ersten Treffen zu sehen, wie Menschen mit Behinderung in ihren eigenen WGs leben und dass manche zum Teil selbstständig leben können“, so Jonathan.

Befragt  man die Schüler und Schülerinnen, hört man auch hier heraus, dass sie Spaß haben, die Bewohner der Stiftung Haus Lindenhof. Jakob erzählt: „Man lernt den Umgang mit Menschen, die eine Schwäche oder Krankheit haben und weiß, wie man damit umgehen soll und dass sie nicht schlechter als andere sind, sondern auch ihre Stärken haben“.  Man merkt, die Schülerinnen und Schüler aus der 9. Jahrgangsstufe sind mit Spaß dabei. Es geht künstlerisch weiter: Die Bewohner und die Jugendlichen der EBR gestalten gemeinsam zwei lebensgroße Figuren aus Holzplatten, denen sie Anzug, Krawatte, Hemd sowie ein Trikot und Shorts verpassen. Ebenso kommen Leinwände zum Einsatz, welche mit Acrylfarben zum Thema „Unterwasserwelt“ gestaltet wurden. „Am Anfang taten mir die Menschen mit Behinderung leid, doch nach dem Projekt ist mir klar geworden, dass sie mir das nicht müssen, denn sie leben ihr Leben auf ihre Weise und haben dabei Spaß“, berichtet ein Schüler. Eine abschließende Führung durch ihr "Zuhause" ließen sich die Teilnehmer der EBR natürlich nicht nehmen und zeigten u.a. Technikräume, Computerräume, Handarbeitsraum und weitere Fachräume.

 Alle Beteiligten sind sich einig, das Projekt soll auch in den kommenden Jahren stattfinden. „ Mir hat es auf jeden Fall gut gefallen und generell würde ich nächstes Jahr wieder teilnehmen“, so das Statement der Jugendlichen. Bleibt zu hoffen, dass dieses tolle Projekt noch viele Jahre beeindruckende Begegnungen und bleibende Erinnerungen  bei den Schülern und Bewohnern entstehen lässt.