< 04.05.2017 18.00 Uhr Herzliche Einladung an alle
03.05.2017 10:00 Alter: 4 yrs

Die Möbel von Eugen Bolz für die Ellwanger Schule

Arbeitszimmer des letzten Staatspräsidenten von Württemberg für die Demokratie.


Ein Raum an der EBR soll mit den Möbeln von Eugen Bolz gestaltet werden und an sein Leben, Schaffen und Denken erinnern.

Ellwangen. Menschenrechte, Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeiten. Umgang und Erhaltung wollen erlernt sein. Die jüngsten politischen Entwicklungen geben Anlass, darauf hinzuweisen. Die Schulleitung der Eugen Bolz-Realschule, Freunde und Ehemalige ergreifen die Initiative.

„Wir müssen erkennen, dass Demokratie, wie wir sie verstehen, kein Selbstläufer ist, dass ihre Errungenschaften stete Wachsamkeit erfordern, dass es unsere Aufgabe ist, diese Notwendigkeit ganz besonders jungen Menschen zu vermitteln.“ So äußern sich die Schulleitung und das Lehrerkollegium.

Die Schule habe Einiges vor, trägt sie doch den Namen Eugen Bolz. Der verpflichtet! Eugen Bolz war leidenschaftlicher Demokrat. Als junger Gerichts-Assessor vertrat er 1912 den Wahlkreis Aalen-Ellwangen-Neresheim-Gaildorf im Deutschen Reichstag. Später wurde er Justizminister, dann Innenminister und schließlich Staatspräsident Württembergs. Die Nazis setzten ihn ab. Er schloss sich dem Widerstand an, wurde 1944 verraten, verhaftet und 1945 hingerichtet. Nur wenige Wochen vor dem Ende der Hitler-Diktatur!

Die Schule, die seinen Namen mit Bedacht gewählt hat und seit Gründung die Erinnerung an das große Vorbild pflegt, wurde jetzt eine besondere Auszeichnung zuteil. Die Familie Rupf-Bolz hat dem Ellwanger Geschichtsverein und der Ellwanger Realschule das originale Mobiliar aus dem Arbeitszimmer von Eugen Bolz in seinem Stuttgarter Privathaus zur Verfügung gestellt.

Eine einmalige Gelegenheit, die Erinnerung und Würdigung anschaulich konkret an einem Raum festzumachen, der Eugen Bolz gewidmet ist, der das Denken und Handeln des großen Demokratie-Verfechters den Schülern nahe bringt. Vor allem aber auch deutliche darlegt, weshalb sein Vermächtnis nicht nur wertvolles Erbe, sondern auch wichtige Aufgabe in Gegenwart und Zukunft ist.

Die Schulleitung wird das Projekt am 4. Mai in der EBR vorstellen und lädt dazu alle interessierten Bürger mit der Bitte um Unterstützung ein.

Ein Grußwort wird OB Karl Hilsenbeck sprechen. „Wer war Eugen Bolz?“ ist der Titel eines Referats von Dr. Andreas Schaller. Im Anschluss wird das Raumkonzept vorgestellt. Unterstützt wird das Projekt auch vom Landtagsabgeordneten Winfried Mack.